Donnerstag, 6. Dezember 2012

[DIY] Kuchen über Kuchen - Lecker!

Damit der Geburtstagspost ganz schnell wieder nach unten rutscht, kommt hier nun der Kuchenpost.
Wie ich bereits sagte habe ich zwei Kuchen für meine Kollegen gebacken. Sie kamen super an, die Damen und Herren hatten den so schnell weg geputzt, dass ich froh war, vorher noch für Papa, Brüderchen, beste Freundin und eine Kollegin etwas auf die Seite gestellt zu haben.
Kennt ihr das, wenn sich eine hunrige Meute von 50 Personen auf 2 kleine Kuchen stürzen? Nicht? Dann seid froh. Man wünscht sich dann nämlich, man hätte noch mindestens 2 Kuchen mehr gebacken und dazu gestellt - und gleichzeitig fragt man sich, ob man jetzt so frech sein soll, und sich durchdrängeln soll, damit man selber auch seinen Kuchen probieren kann. Ich bin ja so ein Mensch, der nie probiert. Mama hat mir früher als Kind eingeschärft: Rohe Eier drin = Salmonellengefahr! Also hab ich bis heute noch die Angst, von rohem Teig Bauchschmerzen zu bekommen. Nur rohen Streuselteig könnte ich Kiloweise verdrücken - da sind aber auch keine rohen Eier drin.

Nun aber zurück zum Thema. Die Kuchen, die ich gebacken hatten waren ein Karottenkuchen (auch Rüebli-Kuchen genannt) und ein Orangen-Schoko-Marmorkuchen.
Ich war total erstaunt, dass wirlich viele meiner Kollegen keinen Karottenkuchen kannten. Für mich ist das ein ganz normaler Kuchen, den ich mit 4 oder 5 Jahren schon gegessen habe (damals, auf der Fahrt zu Oma, in einer Raststätte ... immer musste da gehalten werden zum Kuchen essen :D) Kennt ihr denn Karottenkuchen? Habt ihr den schon mal gegessen? Wenn nicht, dann backt ihn unbedingt nach, er ist fantastisch!


Ihr braucht:
  • 350 g Möhren
  • 3 EL Zitronen- oder in meinem Fall Orangensaft
  • 250 g weiche Butter oder Margarine
  • 250 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillin-Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 6 Eier (Größe M)
  • 250 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 250 g gemahlene Mandeln (mit Haut wenns schön gemustert sein soll, ohne Haut wenn der Teig nur weiß mit orange sein soll)
Die Möhren raspelt ihr, und übergießt sie mit Zitronen bzw. Orangensaft. Ich hatte keine Zitronen daheim, also mussten die Orangen dran glauben. Das lasst ihr ein Weilchen stehen.
In einer großen Schüssel mischt ihr die Butter mit dem Zucker, Vanillezucker und dem Salz, schlagt das schaumig und gebt nach und nach die Eier dazu. Dann die Möhrchen dazu mischen. Die trockenen Zutaten könnt ihr in einer weiteren Schüssel miteinander vermengen - müsst ihr aber nicht. Wenn ihr genauso faul seid wie ich, gebt ihr sie einfach nach und nach in die Schüssel mit der "nassen Masse".
Dann kommt das ganze in die Backform und für 55 Minuten lang bei 150°C Umluft in den Backofen.
Zur Krönung streut ein bisschen Puderzucker auf den Kuchen - sieht dann nämlich total schön aus :)

Der Rübli-Kuchen kam super an, er war saftig und eine absolute Geschmacksexplosion. Einfach herrlich! Als Tipp: lieber etwas länger bei weniger Temperatur backen, als nur kurz bei voller Power. Durch das längere Backen bei niedriger Temperatur bleibt der Kuchen so super saftig, und je weniger Kaffee man zum runterspülen braucht, desto besser ist es. Außerdem nehme ich den Kuchen meistens 5 Minuten früher aus dem Ofen, auch wenn beim Stäbchentest noch winzige Stückchen Teig am Holz kleben. Durch die restliche Eigenwärme des Kuchens und der Backform backt der Kuchen noch nach. (Gleiches Prinzip wie bei Nudeln. Die gießt man ja auch ab, wenn sie al dente sind - also noch ein ganz kleines bisschen hart. Wenn sie dann nämlich lange in einer Schüssel stehen, werden sie oftmals zu matschigem Brei.)

Und nun Kuchen Nummer zwei, der Schoko-Orangen-Marmorkuchen. Klassischer Kuchen, einfach zu machen, aber ein bisschen aufgepeppt!


Ihr braucht:
  • 3 Orangen
  • 5 EL Kakaopulver
  • 250 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 125 g Butter
  • 125 g Zucker
  • Salz
  • 3 Eier (Größe M)
  • Schokoglasur
  • etwas Zimt (am Besten Ceylonzimt aus der Apotheke oder dem Internet!) und Nelkenpulver
Die Orangen auspressen, damit ihr Orangensaft habt.
Zunächst rührt ihr die Butter mit dem Zucker und dem Salz schaumig und gebt dann den Orangensaft und die Eier dazu. In einer weiteren Schüssel mischt ihr Mehl und Backpulver, und gießt da die flüssigen Komponenten dazu. Das mixt ihr durch - soweit fertig. Wenn ihr alles richtig gemacht habt, habt ihr einen relativ flüssigen Teig - keine Panik.
Ihr teilt den Teig auf, und mischt einmal in den dunklen Teil Kakaopulver dazu. Je nach Gusto darf das auch gerne mehr werden. Ihr werdet merken - der Teig wird fester. Im gleichen Ausmaß gebt ihr in den hellen Teig Mehl dazu - sodass die beiden Teige ungefähr die gleiche Konsistenz haben. Das füllt ihr dann abwechselnd in die Kuchenform, wirbelt mit einem Stäbchen oder einem Löffel alles kunterbunt durch und backt das dann für ca. 45 min bei 180°C Umluft.
Zum Abschluss hab ich meinen Marmorkuchen noch mit Schokoglasur, verfeinert mit etwas Nelken- und Ceylonzimtpulver, überzogen.

Als weitere Verfeinerung / Intensivierung könnt ihr in den hellen Teig auch noch etwas Cointreau (Orangenlikör) und Orangenschalen geben. Ich habe das nicht gemacht denn: Orangenschalen sind immer behandelt, auch die Bio-Orangen. Cointreau hatte Mama nicht mehr, statt dessen habe ich etwas selber gemachten Kumquatlikör hinein gegeben.

Grundsätzlich sind beide Kuchen sehr einfache Kuchen. Als kleine Merkhilfe: alle nassen Zutaten (Butter, Milch, Eier, Öl, und so weiter) gehören zusammen, und alle trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Mandeln, Nüsse, Grieß etc.) gehören zusammen. Meistens mischt man das Nasse mit Zucker, rührt das schaumig, und gibt dann das trockene dazu.
Theoretisch könnte man mit diesem Wissen sogar eigene Kuchen mischen und kreieren, aber das trau ich mich immer nicht. Hab zu viel Angst, dass es schief geht ;)

Ich bin gespannt, ob ihr das nachbackt - wenn ja, dann schickt mir doch ein Bildchen oder einen kurzen Bericht, obs was geworden ist!

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